Die Erfolge durch die Arbeit mit Therapiehunden bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS-Syndrom sind mittlerer weile hinlänglich belegt.

Besonders aggressive und hyperaktive Kinder sind durch ihre Beeinträchtigung oft nicht in der Lage, Zuneigung anzunehmen und Berührungen als etwas positives zu empfinden.

Der Körperkontakt zum Hund ist eine sensible Herangehensweise der Berührung, denn oft fällt es den Kindern leichter, die Berührung mit einem Tier zu akzeptieren. Durch den Körperkontakt kann das Bewusstsein über eigene Bedürfnisse erweckt werden. Im Umgang mit dem Hund werden Kinder und Jugendliche ermutigt, diese zu äußern und Wünsche auszudrücken. 

In der Zusammenarbeit mit dem Hund soll ein konstruktiver Umgang mit Aggressionen, sowie ein Bewusstsein der Verantwortung eigenen Handelns erlernt werden (vgl. Bransch 2014:101). 

Der Schwerpunkt der tiergestützten Arbeit liegt vor allem auf den Bereichen Wahrnehmung und Entspannung und soll des Weiteren helfen, besser zur Ruhe zu kommen. Alleine das Streicheln des Hundes kann diesen dies positiv beeinflussen.

Weitere mögliche Wirkungen basierend auf den Wirkungsebenen der Mensch-Hund-Beziehung (Bransch 2014:107):

  • Bei der Interaktion mit dem Hund während der Übungseinheiten entwickelt sich ein entspanntes und ruhiges Arbeitsklima und hyperaktives Verhalten wird reduziert
  • Die Kinder und Jugendlichen sind während der Übungseinheiten in der Lage sich längerfristig zu konzentrieren und lassen sich von äußeren Reizen weniger ablenken
  • Die emotionale Stimmung ist ausgeglichener, wenn der Hund anwesend ist 

Die Übungseinheiten werden dem individuellen Bedarf der Kinder oder Jugendlichen angepasst, sollten aber regelmäßig über einem längeren Zeitraum (mind. 10 Einheiten á 40 min) durchgeführt werden. Die Einbettung in ein umfassendes Therapiekonzept ist anzustreben.

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